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Archiv 2023

Nachgefragt bei Mercedes Kelemen

Mercedes hat im Herbst 2022 die praxisintegrierte Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin in unserer Mädchenwohngruppe in Waldenbuch begonnen. Praxisintegrierte Ausbildung bedeutet, dass Mercedes für drei Jahre an der Fachschule der Sophienpflege in Tübingen einzelne Unterrichtsblöcke besucht und parallel bereits im Praxisfeld der Wohngruppe tätig ist. Melanie Gärtner, die Ausbildungsbeauftragte unserer Einrichtung, hat sich mit Mercedes nach dem Start der Ausbildung getroffen und einige Blitzlichter aus dem Gespräch festgehalten.

Mercedes, wie bist du bei kit jugendhilfe gestartet? Bereits im September 2021 habe ich mein Freiwilliges Soziales Jahr bei kit jugendhilfe in der Wohngruppe begonnen, das bestätigt hat, dass ich sehr gerne weiter im sozialen Bereich arbeiten möchte. Mit Melanies Unterstützung konnte ich dann schon sehr früh während des FSJ schauen, wohin es für mich beruflich weiter gehen wird und welche Ausbildungsmöglichkeiten es für mich gibt. Melanie hat mir die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) an der Sophienpflege vorgestellt und gleich einen Ausbildungsplatz angeboten. Ich bin sehr dankbar, dass kit jugendhilfe mir zutraut die Ausbildung zu starten - ein schönes Gefühl!

Was ist für dich anspruchsvoll in der Ausbildung? Drei Punkte fallen mir dazu ein: 1. Den Erwartungen einerseits der Fachschule und andererseits den Herausforderungen im Alltag der Wohngruppe gerecht zu werden und dem Druck stand zu halten. 2. Der Individualität der Jugendlichen und der Kolleg*innen gerecht zu werden - das ist gleichzeitig spannend und herausfordernd. 3. Jeden Tag aufs Neue in der Wohngruppe da zu sein und mich dabei egal bei welchen Konflikten selbst weiterzuentwickeln.

Die Jugendlichen haben mich gelehrt… Geduld und Zeit aufzubringen; dass es wichtig ist, Zeit zu investieren und sich und anderen Zeit zu lassen. Das Zusammenleben und die Arbeit mit den Jugendlichen funktioniert nicht wie am Band!

Es gibt nichts Schöneres als… die Entwicklung der Jugendlichen zu sehen, dass die Zusammenarbeit Früchte trägt, das Leben der Jugendlichen mit meiner Art mitzuprägen und Wegbegleiterin zu sein.

Ich schätze… die Teamarbeit, denn auch bei ernsten Themen verlieren wir uns nicht. Wir behalten im Team unser Lächeln, finden immer einen gemeinsamen Punkt, mit dem alle zufrieden sind. Jede*r tut was dafür. Da ist viel Zusammenhalt.

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