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Rückenwind

Schulverweigerung, Ausbildungsabbruch, Orientierungslosigkeit – was tun?

Schulabbrüche und Schulversagen sind in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen (Schulverweigerung, Schulschwänzen, Schulangst oder Schulphobie) immer wieder Realität auch an den Schulen im Landkreis Tübingen. Bei älteren Jugendlichen sind Ausbildungsabbruch und Orientierungslosigkeit weitere Themen. Die Ausprägungen sind individuell jeweils sehr verschieden, die Ursachen meist komplex. Viele junge Menschen verlassen die Schule ohne Hauptschulabschluss oder brechen ihre Ausbildung ab. Einzelne junge Menschen haben enorme Fehlzeiten, eine kleine Gruppe ist teilweise oder ganz davon bedroht aus dem Regelsystem zu fallen.

Unsere beiden Projekte "Rückenwind I+II" bieten in diesem Fall individuelle und passgenaue Unterstützung. Wir begleiten die Schüler*innen und Auszubildende dabei, einen Wiedereinstieg in Lern- und Bildungsprozesse (Schule, Ausbildung, Unterstützungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit usw.) zu finden.

Der Kontakt kommt dann zustande, wenn die schulinternen Hilfsmöglichkeiten von Schulsozialarbeit und Sozialer Gruppenarbeit an ihre Grenzen kommen.

Rückenwind I richtet sich schwerpunktmäßig an vier Kooperationsschulen:

  • Gemeinschaftsschule Ammerbuch,
  • Gemeinschaftsschule Geschwister-Scholl-Schule Tübingen,
  • SBBZ Pestalozzischule Tübingen und
  • Gemeinschaftsschule Französische Schule Tübingen.

Im Einzelfall kann das Projekt auch von anderen Schulen über das Schulamt angefragt werden.

Die Kontaktaufnahme erfolgt entweder über die Beruflichen Schulen in Tübingen (Schulleitung/ Schulsozialarbeit) oder das Jobcenter.

Charakteristisch für die Arbeitsweise der Teams sind der freiwillige Zugang der Jugendlichen und die aufsuchende Arbeit. Der (gelungene) Beziehungsaufbau ist eine zentrale Voraussetzung für die weitere, ganz individuelle Perspektivplanung mit den Jugendlichen. Hierfür braucht es im Einzellfall einen langen Atem. Insbesondere bei jüngeren Jugendlichen arbeiten wir eng mit den Herkunftsfamilien zusammen.

In jedem der zwei Projekte begleiten wir pro Jahr ca. 10 Teilnehmer*innen. Um eine bedarfsgerechte Unterstützung für die Jugendlichen zu ermöglichen, arbeiten wir in einem dichten Netzwerk: Schule, Schulsozialarbeit, Schulamt, Jugendamt, Jobcenter, Ausbildungsbetriebe, Beratungsstellen und weitere (Hilfe-) Systeme werden in den Klärungsprozess und zur Entwicklung von individuellen Perspektiven miteinbezogen.

Momentan sind beide Rückenwindprojekte noch nicht regelfinanziert, sondern von Fördermitteln abhängig. Unser Ziel ist es, hier eine Verstetigung zu erhalten – der Unterstützungsbedarf ist gegeben: sowohl bei Schüler*innen bereits ab Klasse 5 als auch an Schulen die bislang aufgrund fehlender Kapazitäten nicht vom Projekt erfasst werden konnten.

Die Schulverweigererprojekte werden im Landkreis auch vom Diasporahaus Bietenhausen (Projekt „Aufwärts“) und der Sophienpflege (Projekte „Kompass I und II“) durchgeführt. Mit beiden stehen wir in engem fachlichen Austausch.

Kontaktaufnahme

Johanna Neuffer
Tel.: 0151/22222137
E-Mail: johanna.neuffer@kit-jugendhilfe.de

Ira Haupenthal
Tel.: 0151/27198835
E-Mail: ira.haupenthal@kit-jugendhilfe.de

Verena Häberle
Tel.: 0151/54882365
E-Mail: verena.haeberle@kit-jugendhilfe.de

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