Wie wird man eigentlich Erziehungsstelle?
Voraussetzungen:
- pädagogische Ausbildung
- ein eigenes Kinder- oder Jugendzimmer
- Offenheit für neue Herausforderungen und Kooperationsbereitschaft
- Breitschaft zur Selbstreflexion
- Freude an der Begleitung, Betreuung und Förderung von Kindern/Jugendlichen
Wir bieten:
- eine gute und qualifizierte Vorbereitung
- steuerfreies Erziehungsgeld von 1.756 €
- altersgestaffelte Sachkosten zwischen 764 € und 1.072 €
- kontinuierliche fachliche Beratung und Begleitung
- Fortbildungen, Austausch, Unterstützung
Erziehungsstellen schaffen einen verlässlichen Lebensort oder ein Zuhause für Kinder und Jugendliche. Im Wissen um die Herkunft und die Entwicklungsbedürfnisse des Kindes oder Jugendlichen gestalten sie mit den jungen Menschen gemeinsam deren Gegenwart und Zukunft.
FAQs zu Erziehungsstellen
Ganz klar: „Nein“. Eine Person braucht eine pädagogische Ausbildung und es gibt einen Vorbereitungsprozess, der ca. sechs Monate dauert. Wenn die Art der Ausbildung nicht reicht, kann man im Einzelfall eventuell eine Nachqualifizierung machen.
Die Bandbreite ist hier sehr groß, auf Grund ihrer Vorgeschichte, haben die Kinder meist schon einige Beziehungsabbrüche hinter sich. Dies hinterlässt Spuren, die sehr unterschiedlich ist. Oft kommen Gewalterfahrungen und Vernachlässigung dazu.
Ja, klar, eigene Kinder sind kein Hindernis, oft eine Bereicherung sie müssen aber gut „mitgenommen“werden.
Wenn man ein Kind aufgenommen hat, steht man als Familie anders im Mittelpunkt, Besuche vom Jugendamt können anstehen, eventuell kommen Vormünder ins eigene Haus. Der Kontakt zu Schulen oder Kindergärten ist oftmals ein anderer, „jeder“ meint auf einmal, mitreden zu müssen und zu können.
In der Regel bekommt man steuerfrei den vierfachen Pflegesatz, das sind aktuell 1.756 €, dazu kommen noch altersabhängige Sachkosten für die Kinder.
Nein, sehr viele verschiedene Lebensgemeinschaften sind möglich, auch alleinstehend zu sein, ist kein Hindernis.
Es gibt keine Krankenversicherung über unseren Träger, auch keine Rentenbeiträge.
Ja, wenn das Kind in diesem Zeitraum gut versorgt ist, dies müssen Sie zum Teil selber organisieren.
Normalerweise nicht, manchmal kommt es bei langen und guten Verläufen dazu, aber das ist Ihre persönliche Entscheidung.
Im Alltag werden Sie vom Fachdienst begleitet, der in aller Regel 14tägig kommt. In Krisenzeiten auch öfter. In diesen Treffen wird geschaut, was nötig ist, wo es Hilfe braucht aber auch was gut läuft. Der Austausch in Gesprächsgruppen ist oft eine Unterstützung. Manchmal gelingt es, Entlastungsfamilien oder passende Freizeiten zu finden.
Halt geben, Aushalten, Begleiten und Unterstützen, Struktur und Begrenzung geben, Zeit schenken, verlässliche Bezugsperson sein, auf individuelle Bedürfnislagen und Besonderheiten der Kinder eingehen, Schutz, Geborgenheit und Sicherheit geben, lebendige Auseinandersetzungen, Konflikte und Aushandeln im Täglichen führen, Ablehnungen und Zurückweisungen in Krisenzeiten aushalten, sich Kümmern und Sorgen, Vertrauen schaffen, Zuwendung anbieten und geben, eigene Kinder der Pflegefamilie als Pflegegeschwister mit einzubeziehen, u.v.a.m.
Kontaktaufnahme
Andrea Leitgeb
Dipl.-Päd.
Bereichsleiterin sozialtherapeutische Erziehungsstellen
Tel. 0151/ 65 45 77 76
E-Mail: andrea.leitgeb@kit-jugendhilfe.de